Die Konzernverantwortungs-Initiative


Was hat diese Initiative mit dem Napoleonturm zu tun?

Viele Mitglieder aus unserem Verein und zahlreiche Sponsoren haben beträchtliche finanzielle Mittel oder unentgeltliche Arbeitszeit zum Bau und Betrieb des Napoleonturms zur Verfügung gestellt.

Dabei deckt der Turm kein Grundbedürfnis unserer Bevölkerung ab, sondern ist ein (sicherlich wertvoller) kulturell-geschichtlich-geografischer "Luxus". Wir können ihn uns aber gut leisten, weil wir Thurgauer in der Regel mit dem Einkommen unserer Erwerbsarbeit unseren Lebensunterhalt ganz gut bestreiten können.


Das ist aber nicht überall auf unserer globalisierten Welt so. Unzählige Arbeiter in der Dritten Welt sind gezwungen, menschenunwürdige und gesundheitsgefährdende Jobs zu Hungerlöhnen anzunehmen, mit denen sie ihre Familien kaum sättigen können. Und diese Arbeitsbedingungen werden oft von Konzernen der Industrieländern diktiert, auch von schweizerischen.

So können Arbeiter in peruanischen Minen mit ihren Löhnen kaum den Hunger ihrer Familien stillen, haben wegen Staublungen eine Lebenserwartung von vielleicht 40 Jahren, müssen ihre Kindern betteln statt zur Schule schicken, und die Frau siedet die wenigen Kartoffeln in quecksilberverseuchtem Wasser ...


Ihr Arbeitgeber ist zum Beispiel der schweizerische Konzern Glencore mit Sitz in Zug.

 

Watson erklärt uns die Initiative in 70 Sekunden:

 

Nun aber ausführlicher: Der Dokuentarfilm "der Konzern-Report":


Informieren Sie sich auf der Webseite der Konzernverantwortungsinitiative über die Zielsetzungen und Argumente.



Viele Politiker wägen in ihrer Argumentation zwischen zwei Werten ab: dem ethisch-verantwortungsbewussten Handeln und dem Erhalt unserer Arbeitsplätze, das ist ja das "Killerargument" schlechthin...

Wobei ich das gar nicht glaube. Wenn Glencore in Peru etwas bessere Löhne bezahlt und anerkannte Sozial- und Umweltschutzstandards einhält, dann verliert Zug niemand seine Arbeit. Allenfalls wird den Glencore-Aktionären eine marginal kleinere Dividende ausbezahlt, aber deshalb werden diese Aktionäre ihren Job nicht verlieren, sie müssen ihre Familien nicht hungern lassen und ihre Kinder nicht betteln schicken und können sogar ihre WCs noch mit sauberstem Trinkwasser spülen...