Fischerei


Auf dem Fischfang mit René Ribi, Berufsfischer aus Ermatingen:

Die Begleitung eines Berufsfischers auf dem morgendlichen Fischfang ermöglicht Ihnen interessante Einblicke in die heutige Fischerei. 

 

Der Berufsfischer Rolf Meier aus Ermatingen nimmt gerne Frühaufsteher mit auf den See -  Sie können ihn gleich hier buchen.

Oder schenken Sie das Ihrem 14-jährigen Sohn zum Geburtstag - statt ein Töffli!



156 Berufs- und 16'000 (!) Sportfischer am Ober- und Untersee

Roman Kistler, Jagd- und Fischereiverwaltung TG
Roman Kistler, Jagd- und Fischereiverwaltung TG

Einige Stichworte zur Fischerei:

 

Bodensee-Obersee:

- 120 Berufsfischer mit

- 500 t Fangertrag

  (noch ein Drittel von 2005)

- 13'000 Angelfischer mit

- 16 t Fangertrag

- gemeinschaftliche Ausübung der Fischerei aller drei Anrainerstaaten

Roman Kistler gibt uns einen detaillierten Überblick über die Berufs- und Sportfischerei am Ober- und Untersee:

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Fischerei am Bodensee - R. Kistler.pdf
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Fangerträge 2005 - 2015

Die sinkenden Fangerträge sind eine Konsequenz des immer nährstoffärmeren Wassers.

 

Trotz der bedeutenden Fangerträge der Berufs- und Freizeitfischerei stammen rund 95% der in der Schweiz konsumierten Fische aus dem Ausland (Genaueres siehe hier).

Der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz beträgt etwa 7,5 kg/Person im Jahr.


Fischerei zur Zeit der Pfahlbauer

Das ist ein Fischerhäuschen über einer Reusenanlage, die jeweils zur Laichzeit der Hechte reichen Fang abwarf (nachgebaut im Federseemuseum Bad Buchau).

 

(informieren Sie sich auf der Themenseite der Pfahlbauer, wie diese damals gefischt hatten)

 



frühere Gemeinschaftsfischerei mit der "Segi"

Wandgemälde am Restaurant Adler in Ermatingen;  untere Fotos aus dem Seemuseum Kreuzlingen

Über Jahrhunderte wurde die Gemeinschafts-Fischerei auf dem "Gangfisch" (eine Felchenart) während der Laichzeit vor Weihnachten mit einem 200m langen Netz betrieben - wofür im Mittelalter dem Kloster Reichenau 1200 geräuchte Gangfische abgegeben werden mussten.

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fischen mit der "Segi"
Die Segi-Fischerei.pdf
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Reusenfischen auf dem Hechtlaich


Wer lernt denn heute noch Berufsfischer?

Viele Berufsfischer am Bodensee kämpfen um ihre Existenz. Die Fänge sind so tief wie seit 60 Jahren nicht mehr und gehen jährlich weiter zurück.

Trotzdem machte Fredy Fahrni aus Ermatingen eine Lehre als Berufsfischer.

 

 

Erfahren Sie warum und sehen Sie diesen Beitrag aus "Schweiz aktuell".

 


Sportfischen

Georg Sauter / Fotos: E. Keller
Georg Sauter / Fotos: E. Keller


"Felchenfischen am Untersee" - Video von Marcel Keller und David Wirth:


Hätten Sie's gewusst? -  die Sportfischerprüfung

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Fragekatalog "Fischkunde"
A_Fischkunde_01_15.pdf
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Ein Winzling setzt den Felchen zu

Stichlinge: ein Winzling setzt den Felchen zu.

Zeitungsartikel aus dem St. Galler Tagblatt von Christoph Zweili.

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Stichlinge
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Abwasserreinigungs-Anlagen

Forellen reagieren äusserst sensibel auf verunreinigtes Wasser; in vielen Trinkwasserversorgungen werden sie als letzte Qualitätskontrolle eingesetzt.

Diese Forellen habe ich in der Kemme genau unter dem Auslaufrohr der ARA Mannenmühle fotografiert - so sauber wird das Abwasser also gereinigt! 



Wasserqualität und Nahrungspyramide

Die flächendeckenden Abwasserreinigungs-anlagen rund um den Bodensee fällen 98% der Phosphate aus den Abwässern aus. Das führt dazu, dass das Wasser (also das Trinkwasser) extrem sauber geworden ist.

 

Umgekehrt fehlt nun aber die Nahrungs-grundlage für Algen, Plankton und Fische - was dazu führt, dass die Fischbestände und die Fangerträge in den letzten Jahren regelrecht eingebrochen sind.

Die Berufsfischer fordern nun, etwas weniger Phosphate auszufällen, damit der See wieder Werte und ein Nahrungsangebot wie ums Jahr 2000 bekommt.

 

 

 

Tagesanzeiger-Artikel:

"Fischer fordern mehr Abwasser in den Seen"



Fischbrutanstalten regulieren die Bestandes-schwankungen

In den sechs Fischbrutanstalten (diese Fotos stammen aus Ermatingen) rund um den Bodensee werden Millionen von Fischeiern ausgebrütet und später ausgesetzt - dieses Jahr allein in Ermatingen 10 Millionen Felcheneier.

Welchen Einfluss dieser Besatz auf die Fischbestände ausübt, ist nicht ganz so klar. Sicher werden natürliche Populationsschwankungen etwas ausgeglichen.


Fische kaufen, kochen - und essen!

Probieren Sie's aus:
Rezepte zur Zubereitung von Schweizer Fisch empfehlen wir gleich von den Fachleuten, den Berufsfischern selbst!

 






Das Seeschulzimmer im Seemuseum

Gleich nochmals zum Seemuseum Kreuzlingen, wo Schulklassen ein "Seeschulzimmer" zur Verfügung steht:

In diesem grosszügigen museumspädagogischen Raum können Ausstellungsinhalte der Dauer- und Sonderausstellungen erarbeitet und vertieft werden.

Download
das Seeschulzimmer im Seemuseum Kreuzlingen
-
Anregungen und Ideen zum Besuch des Seeschulzimmers
-
Seeschulzimmer.pdf
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Fische

Die nebenstehenden Informationen und Arbeitsmaterialien zum Thema "Fische" können gut auch noch nach dieser Sonderausstellung verwendet werden.

Als Grundlage für diese Unterlagen

diente das Dossier der Museumspädagoginnen Ursina

Koller (NM Winterthur), Catherine

Schmidt (NM Thurgau), Regula Frei

(NM St. Gallen), der Vermittlerinnen des Naturmuseums Luzern und des Museumspädagogen Flurin

Camenisch (BN Chur). Ergänzungen

durch Frauke Dammert, Museumspädagogin Seemuseum

Kreuzlingen.

Die Sachtexte stammen hauptsächlich

aus «Der wundersame Fisch und seinen Welt» (S. Haertel-Borer,

Fischereiberatungsstelle FIBER, www.fischereiberatung.ch).

Es ist ausdrücklich erlaubt, die Unterlagen für Schulzwecke zu kopieren!

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Arbeitsmaterialien und Unterlagen zum Thema "Fische"
-
Dokumentation zur Sonderausstellung "Fische"; Mittelstufe
-
Unterlagen zur Ausstellung Fische.docx
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Unterrichtsmaterialien "Fisch"
-
Quelle: WWF
-
Unterrichtsmaterial Fisch WWF.pdf
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Download
vier Fabeln zum Thema "Fisch"
-
Fabeln zum Thema Fisch.doc
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Weiter Arbeitsunterlagen und -materialien vom Seeschulzimmer können Sie hier bei Schule TG downloaden.


Ein kontradiktorisches Streitgespräch um die Wasserqualität

Für die Sek:

Erarbeiten Sie die Argumentarien für mehr Phosphate im Wasser resp. für möglichst sauberes Trinkwasser.

(einige Argumente findet man hier; einige Gegenargumente hier)

Diskutieren Sie die Forderung nach mehr Phosphaten kontradiktorisch aus, ähnlich wie in der "Arena".