Markante Hügel und Gipfel des Panoramas

Das sind sie, die 24 Hügel und Gipfel, die wir Ihnen hier im Uhrzeigersinn etwas genauer vorstellen - wenn möglich auch mit dem "Blick zurück" auf den Napoleonturm.


Auf dem Rücken des Sees

Nach Westen erhebt sich der bewaldete und nur dünn besiedelte Seerücken. Seine höchste Stelle bei Salen-Reutenen liegt 721 m über Meer.

Im Sommer bietet sich die schöne Landschaft für Spaziergänge, Wanderungen, Jogging und Biketouren an.

Im Winter wird bei genügend Schnee eine fantastische Langlaufloipe gezogen!

Löschen Sie anschliessend Ihren Durst im Rütemer Besenbeizli oder im Restaurant Haidenhaus (oder noch besser: essen Sie dort im Herbst Wild)!

Loipe auf dem Seerücken
Loipe auf dem Seerücken

Besuchen Sie die Panoramatafel an der Halde nördlich von Hinterhomburg - Erwin Wyss hat in minuziöser Arbeit eine beeindruckende Bleistiftzeichnung des dortigen Panoramas geschaffen.

Ausschnitt des Panoramas von Erwin Wyss, Müllheim
Ausschnitt des Panoramas von Erwin Wyss, Müllheim

Studieren Sie es genau, das ist die perfekte Vorbereitung für die Aussicht vom Napoleonturm!

der "Blick zurück" von Büren auf dem Seerücken auf den Napoleonturm
der "Blick zurück" von Büren auf dem Seerücken auf den Napoleonturm

Vulkane im Hegau: Hohentwiel und Hohenhewen

Die Ruinen der Burg auf dem Hohentwiel, die sein Onkel Napoleon I. hatte schleifen lassen, hat Louis Napoleon von seinem Turm aus noch knapp erkennen können -


- der heutige Turm steht aber 100m weiter südlich, da versteckt sich der berühmteste der Hegau-Vulkane bereits hinter dem Seerücken.

Sonnenuntergang hinter dem Hohenhewen am längsten Tag des Jahres; Blick vom Schloss Arenenberg aus
Sonnenuntergang hinter dem Hohenhewen am längsten Tag des Jahres; Blick vom Schloss Arenenberg aus
der Hohenhewen mit dem Hohenkrähen im Vordergrund
der Hohenhewen mit dem Hohenkrähen im Vordergrund

Besteigen wir also den Hohen-hewen, den höchsten dieser Vulkankegel im Hegau.


Der Hohenhewen ist ein ideales Ausflugsziel für den nächsten Sonntagsspaziergang - auf der ehemaligen Burganlage besteigen Sie den kleinen Aussichtsturm (damit Sie von dort aber den Napoleonturm erkennen, müssen Sie einen Feldstecher mitnehmen) und können bei der Grillstelle bei schönster Aussicht auch gleich picknicken - etwas, was Sie vielleicht beim Napoleonturm vermissen...

der "Blick zurück" vom Hohenhewen Richtung Napoleonturm; im Vordergrund der Hohenkrähen
der "Blick zurück" vom Hohenhewen Richtung Napoleonturm; im Vordergrund der Hohenkrähen

Kombinieren Sie den Ausflug mit dem Besuch des Eiszeitparks Engen ganz in der Nähe.


Die Wiege des Abendlandes: die Reichenau

Die Hochwart auf der Reichenau ist zwar kein sehr markanter Berggipfel - das Kloster aber gilt zusammen mit St. Gallen als "Wiege des Abendlandes" und ist heute Weltkulturerbe der UNESCO.

 


Vergessen Sie aber vor lauter Kultur und Geschichte das Abendessen nicht: Gehen Sie in die Fischerstube, nur an sehr wenigen Orten bekommen Sie so gute Fische wie hier!

 


der "Blick zurück" von der Hochwart über den Untersee zum Napoleonturm
der "Blick zurück" von der Hochwart über den Untersee zum Napoleonturm

Louis Napoleon hatte nicht nur den Bau des Turmes angeregt, sondern auch den Bau des Verbindungsdammes zum Festland. Und Schiessübungen mit seinen Kanonen von Arenenberg aus auf die Insel abgehalten...


Die schönste Sicht auf den Säntis: der Gehrenberg

Der Aussichtsturm auf dem Gehrenberg bei Markdorf soll die schönste Sicht auf den Bodensee und die Alpen bieten.

 

Aber warten Sie, anders als ich, einen Föhntag ab, um das zu überprüfen...

 


Doch ein Ausflug nach Markdorf und der Aufstieg zum Turm lohnen sich allemal!


der "Blick zurück" zum Napoleonturm
der "Blick zurück" zum Napoleonturm

Olymp der Urlaubsgötter: der Pfänder

Der "Olymp der Urlaubsgötter am Bodensee" wird der Pfänder auf seiner Website genannt - vielleicht etwas hoch gegriffen, nennen wir ihn doch den "Hausberg von Bregenz".

Trotzdem lohnt sich der Aufstieg von Bregenz aus wirklich!

Machen Sie das zu Fuss - um sich das Gipfelbier und die Aussicht zu verdienen!

Fahren Sie dann mit der Bahn wieder hinunter - um Ihre Gelenke zu schonen!

 

Der Napoleonturm ist aber nicht einmal mehr mit einem Feldstecher zu erkennen...

der Wanderweg 600 Höhenmeter hinauf
der Wanderweg 600 Höhenmeter hinauf

der "Blick zurück" vom Pfänder über den Bodensee zum Napoleonturm
der "Blick zurück" vom Pfänder über den Bodensee zum Napoleonturm

Das Matterhorn des Allgäus: der Hochvogel

Häufig ziert sich der Hochvogel und zieht sich schmollend in seine Wolkendecke zurück...
Häufig ziert sich der Hochvogel und zieht sich schmollend in seine Wolkendecke zurück...

 Das "Allgäuer Matterhorn" wird der Hochvogel genannt - er ist allerdings 75 km vom Napoleonturm entfernt und dadurch nur selten klar sichtbar.


der Hochvogel von Tägerwilen aus
der Hochvogel von Tägerwilen aus

Aber zuweilen thront er wie eine majestätisch-mystische Pyramide über dem Bodensee und erinnert tatsächlich an das Matterhorn.

"Blick zurück" zum Napoleonturm; im Vordergrund mit der Antenne der Pfänder
"Blick zurück" zum Napoleonturm; im Vordergrund mit der Antenne der Pfänder

Nicht nur rot im Abendrot: die Rote Wand

 

Die Rote Wand tritt uns Schweizern nicht nur im Morgen- oder Abendrot rot daher: sie besteht aus rötlichem Liaskalk.


www.lechtal-info.com
www.lechtal-info.com

 

 

Steigen Sie von Dalaas im Süden über den Formarinsee (auch schon zum "schönsten Punkt Österreichs" gewählt) zum 2363 m hohen Pass zwischen Roter Wand und Rothorn hoch.

 

Die Besteigung der Roten Wand selbst erfolgt dann über den Gipfelgrat, was aber schwindelfreien Kletterern vorbehalten ist, also nicht mir.


Blick vom Furkajoch der Roten Wand Richtung Bodensee; Foto F. Böhringer, WikiCommons
Blick vom Furkajoch der Roten Wand Richtung Bodensee; Foto F. Böhringer, WikiCommons

Zimba, nicht Zumba

Zimba vom Saulakopf aus; F. Böhringer, WikiCommons
Zimba vom Saulakopf aus; F. Böhringer, WikiCommons

Schon wieder ein Matterhorn:

nach dem Allgäuer Matterhorn, dem Hochvogel, wird die Zimba das Vorarlberger Matterhorn genannt.

Zum Glück macht uns Schweizern noch niemand das Zermatter Matterhorn streitig!


die Zimba in Morgenstimmung vom Napoleonturm aus
die Zimba in Morgenstimmung vom Napoleonturm aus

Ähnliche Situation wie bei der Roten Wand: der Gipfel ist eine Klettertour, Wanderer müssen sich mit einem Übergang in der Nähe zufriedengeben, in diesem Fall dem Zimbajoch.

Der Aufstieg von Süden über die Heinrich-Hüter-Hütte erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. So steigen wir eben von Norden über die Sarotlahütte zum Zimbajoch auf.

 

In einem Wanderführer steht: "Von hier kann – allerdings in Form von Kletterei – die Zimba (2643 m) in Angriff genommen werden. „Normalverbraucher“ werden an diesem Punkt aber auch mit der grandiosen Aussicht in die rundum liegende Bergwelt zufrieden sein!"

Wir werden es bald testen!


übrigens erstaunlich: das ist der Blick von Radolfzell zum Napoleonturm - links davon ist die Zimba sichtbar!


Der mit dem Drehrestaurant: der Hohe Kasten

Geniessen Sie ein Frühstück in der Morgensonne im Drehrestaurant auf dem Hohen Kasten - oder feiern Sie dort  Ihr nächstes Familienfest!


Sie ahnen meinen Ratschlag: erst das Hochsteigen verleiht den nötigen Hunger auf den verdienten Brunch, hinunter können Sie dann wieder mit der Luftseilbahn...

Drusenfluh und Hoher Kasten vom Napoleonturm aus
Drusenfluh und Hoher Kasten vom Napoleonturm aus
der "Blick zurück" über Brülisau und Appenzell zum Napoleonturm
der "Blick zurück" über Brülisau und Appenzell zum Napoleonturm

Der Weinfelder Hausberg: der Ottenberg

Neinnein, diese Ruine steht nicht mehr auf dem Ottenberg (die Burg ist 1830 in sich zusammengestürzt, noch bevor sie ganz fertig geworden war) - aber sie befand sich genau beim heutigen Restaurant Thurberg.

 

Dort sind auch 400 Fundstücke einer Höhensiedlung aus der Jungsteinzeit und einer andern aus der Bronzezeit entdeckt worden, die im Restaurant besichtigt werden können.

Alt-Thurberg; Zeichnung von J.J. Rietmann 1838
Alt-Thurberg; Zeichnung von J.J. Rietmann 1838

Infotafel des Amtes für Achäologie TG
Infotafel des Amtes für Achäologie TG

 

Gehen Sie also nicht nur frühmorgens auf den Maitanz oder zum Essen in den Stelzenhof (was zwar auch seine guten Gründe hat), sondern wechseln Sie ab mit dem Restaurant Thurberg, und zwar aus drei Gründen:

- das Alpenpanorama, das Sie von der Terrasse aus geniessen, haben Sie schon auf dem Napoleonturm kennengelernt (wie viele Berge kennen Sie denn noch...?)

- der bedeutende (prä)historische Standort mit den 400 Fundstücken

- seinen berühmten Cordon-Bleus


"Blick zurück" über den Wachtersberg
"Blick zurück" über den Wachtersberg
der "Blick zurück" zum Napoleonturm von Ottoberg aus
der "Blick zurück" zum Napoleonturm von Ottoberg aus


Dem Alltag entschweben: der Säntis

Der Säntis gilt als "Hausberg der Nordostschweiz". Seinen Namen verdankt er Sambutin (der am Samstag Geborene), der schon im 9. Jahrhundert die Säntisalp bewirtschaftet hatte.


der Säntis vom Napoleonturm aus
der Säntis vom Napoleonturm aus

Im letzten Jahrhundert wurde eine Bergbahn von Appenzell auf den Säntis geplant - jene, die heute in Wasserauen so unvermittelt aufhört.

Foto: myswitzerland
Foto: myswitzerland

So bleibt uns neben dem Aufstieg zu Fuss nur noch die Schwebebahn von der Schwägalp aus - ganz gemäss dem Werbeslogan der Säntis-Schwebebahn:

Na also!

Foto: saentisbahn.ch
Foto: saentisbahn.ch

Lesen Sie auf der Galerie vom alten zum neuen Hotel die Geschichte der Säntisträger, die alles Baumaterial für das alte Hotel inklusive Waschmaschine (140kg!) von Wasserauen her auf ihren starken Schultern auf den Säntis getragen haben...

"Blick zurück" mit der Säntis-Webcam nach Norden und zum Napoleonturm
"Blick zurück" mit der Säntis-Webcam nach Norden und zum Napoleonturm

Churfirsten oder Kurfürsten?

David Keller, Weinfelden
David Keller, Weinfelden

 

Falsch geraten: das sind gar nicht die Churfirsten - es ist das Höhenprofil der "Churfirsten-Challenge", das heisst der Besteigung aller sieben Churfirsten gleich hintereinander. Start ist bei Starkenbach, am Ende geht's vom Chäserrugg nach 3'800 Höhenmetern mit der Luftseilbahn wieder hinunter.


Auf dem historischen Panorama sind die Churfirsten noch so angeschrieben:

Kaiserruck - Zustoll - Scheibenstoll - Brisi - Breitenalp - Selunerrack


Mischen wir uns nicht in den Streit der Etymologen, ob der Name auf "Churfirsten" (First als Bergkette und Grenze gegen das romanisch sprechende Rätien) oder auf "Kurfürsten" (die Äbte des Klosters SG als Fürsten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation) zurückgeht...

"Chäserrugg - Hinterrugg - Schiibestoll - Zuestoll - Brisi - Frümsel - Selun",

dieses Sprüchlein mussten wir in der Schule noch auswendig lernen.


Grundnahrungsmittel Höhlenbär
Grundnahrungsmittel Höhlenbär

Machen Sie's so wie an der Churfirsten-Challenge: besteigen Sie die Churfirsten mit Ihren Kindern von rechts nach links, es müssen ja nicht gleich alle auf einmal sein. Der erste, der Selun, ist gleich auch der einfachste. Fahren Sie mit der abenteuerlichen Selunbahn von Starkenbach aus auf den Vorderselun.

Besuchen Sie dann das Wildmannlisloch und erfahren Sie dort, welches wilde Mannli dort einmal gehaust hat und dass sich die Eiszeitjäger vor 40'000 Jahren vorwiegend von Höhlenbären ernährt hatten. Deren Knochen finden Sie in der Höhle zwar nicht mehr - aber zuweilen meint man doch die Silhouetten einiger steinzeitlicher Höhlenbewohner zu erkennen.

der Blick zurück vom Selun aus über den Stockberg Richtung Napoleonturm
der Blick zurück vom Selun aus über den Stockberg Richtung Napoleonturm