Der Hirschen





Hans Herzog:

  • "Um 1720 wurde der Hirschen durch Hans Konrad Ribi neu gebaut. 

    Über dem Portalsturz der Haustüre stehen die Initialen 17 HK R  ABK 20 (Hs. Konrad Ribi und Anna Barbara Kreis).

  • 1768 errichtete Isaak Ribi, Gemeindesäckelmeister und Metzger, durch Auffüllung, das neue «Gärtli» am See (ehem. Gartenwirtschaft).
  • Um 1800 gehörte der Hirschen Rudolf Stäger-Ribi. Dieser verkaufte nach einigen Jahren den Hirschen an den Schiffwirt Sebastian Läubli, der wiederum auf den Hirschen zog und sich als «Hirschenwirt» bezeichnete. Ihm folgte sein Tochtermann Conrat Müller Doktor.

 

Nach 1852 war der Hirschen mehrmals im Besitze von Bierbrauern. So verkauft der Brauer Joachim Knolt den Hirschen am 25.07.1888 an einen Hermann Nock aus Sigmaringen.

Das Wohnhaus für                                                Fr.  20'000.-

Und vor dem Haus am See das Bräuhaus für  Fr.     3000.-

Ebenso noch ein Waschhaus für                        Fr.       400.-

Auch ein Felsenkeller an der Kuhhaldengass (Schönhaldenstr.) gehörte dazu.

Ein Braubetrieb mit grösserem Bierausstoss scheint aber nicht erfolgt zu sein.

 

Nach wiederum vielen Handwechseln kaufte die Fam. Boldi anfangs der 1950er Jahre den Hirschen und betrieb ihn als Gasthof und Speiselokal. Der «Keller»  links neben der Haustüre wurde in eine zusätzliche Gaststube ausgebaut und mit einem 5-teiligen Fensterwagen versehen.



Seit 2010 ist der Gastbetrieb eingestellt und der Hirschen wird seither als Büro und Geschäftshaus benutzt.

Eine Schützenstube im Hirschen


In dieser Zeit wurde auch das Schiesswesen vom Dorf an den See verlegt. Im neu erbauten Schützenhaus neben dem Gredhaus wurde seeaufwärts auf Scheiben geschossen, die auf der Höhe der Wirtschaften zum Schiff oder Hirschen im See, auf der Wyssi (Flachwasser),  aufgestellt wurden. Zum Trefferanzeigen fuhren die Zeiger mit dem Segner zu den Scheiben und wieder zurück ans Ufer.

Die Wirtschaften zum Schiff und der Hirschen waren beliebte «Schützenstuben».

Gründung des Thurgauischen Schützenverbandes im Hirschen


diese Tafel hängt noch heute in der ehemaligen Schützenstube
diese Tafel hängt noch heute in der ehemaligen Schützenstube

Im Hirschen gründeten Hartmut Friedrich Ammann und Louis Napoleon 1835 den Thurgauischen Schützenverband; beide übernahmen nacheinander auch dessen Präsidium.

 


 

Die "Schützenstube" zog dann aber bald in den Gasthof Adler um.

der Tisch mit den eingravierten Präsidenten in der ehemaligen Schützenstube im Adler
der Tisch mit den eingravierten Präsidenten in der ehemaligen Schützenstube im Adler
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Die Schützenstube im Gasthaus Adler
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Schützenstube im Adler - TG Jahrbuch 198
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Peter Forster: Louis Napoleon und die Thurgauer Schützen
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Louis Napoleon und die Thurgauer Schütze
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