Es gibt eine "Traversée du Jura Suisse" über den Schweizer Jura - ich habe sie Ihnen hier vorgestellt.
Fast parallel dazu, entlang der Schweizer Grenze, aber auf französischem Boden. empfehle ich Ihnen aber auch die "französische Schwester", die Grande Traversée du Jura GTJ- sie ist ebenso schön, die Loipen sind (fast ganz) durchgehend gespurt, es gibt häufigere Übernachtungsmöglichkeiten direkt an der Loipe, und die ganze Tour ist besser dokumentiert, im Internet und mit gedruckten Infobroschüren.
Als Schweizer benütze ich gerne SchweizMobil mit der gewohnten Hintergrundkarte; ich habe den Track hier
importiert. Sie können den Link auch auf Ihrem Handy aufrufen:
Da ich die Traversée du Jura Suisse von Norden nach Süden gefahren bin, machte ich es diesmal umgekehrt und bin von Giron aus Richtung Norden gestartet. Allerdings musste ich in Métabief wegen des mangelnden Schnees abbrechen und konnte sie erst ein Jahr später beenden.
Die Länge der Etappen muss man sich natürlich an das eigene Leistungsvermögen anpassen und das Gewicht des Rucksack miteinbeziehen... Ich hab's so gemacht:
Die Anfahrt mit öV nach Giron ist leider nicht möglich. Entweder nehmen Sie ein Taxi oder logieren im Hôtel le Relais Nordique. Dann holt sie der Hotelier Laurent Vacher beim Bahnhof Bellegarde ab.
Er ist übrigens gleich Präsident der Association GTJ und kann Ihnen im Detail Auskunft und Tipps zur Tour, den Etappen und der Schneelage geben.
Übernachtet habe ich in der Gîte la Dalue; Sie finden sie im Internet oder auf Airbnb:
Abfahrt durch das Vallée de Bellecombe nach Lajoux, dann Überquerung des Bergrückens mit dem "Forêt du massacre":
Besonders originell übernachten Sie im Hotel "l'Arbézie" in La Cure ganz genau auf der Landesgrenze:
Im Vallée de Joux lag zu wenig Schnee für eine Loipe; so musste ich erst durch Les Rousses zum Forêt du Risoux marschieren. Im Normalfall führt die GTJ aber via Bois-d'Amont.
Hammerwetter!
In Bellefontaine übernachtete ich bei Laurence, einer äusserst freundlichen Gastgeberin; die Unterkunft finden Sie auf Airbnb.
Diese Etappe bleibt mir wegen der überaus heftigen Bise (natürlich als Gegenwind) mit gegen 100km/h in kalter Erinnerung...
die einzige, aber ideale und gastfreundliche Unterkunft in der Nähe ist die die Auberge chez Liadet:
Die Loipe der GTJ hinunter nach Moute war vereist resp. geschmolzen; so musste ich querfeldein "oben durch" Richtung Mont d'Or. Der Schnee war hart gefroren und damit ideal für eine solche "Skitour" mit den Langlaufskis!
Jetzt verstehen Sie, weshalb ich in Métabief abbrechen musste...
Ich habe die verbleibenden Etappen dann genau ein Jahr später beendet, allerdings wiederum bei spärlichem Schnee; die Loipen waren meist nur "practicable", verregnet, vereist oder sogar weggeschmolzen. Einige Wegstrecken musste ich zu Fuss mit aufgeschnallten Skis zurücklegen.
Wie gesagt: Schwierige Schneeverhältnisse; die Loipe war nicht einmal überall gespurt.
Die Strecke ist hier übrigens mit der Traversée du Jura Suisse identisch, die hier nach Frankreich ausweicht, da durch die Schlucht von Vallorbe keine Loipe gezogen werden kann.
Übernachtung im familienfreundlichen und sympathischen Hôtel les Cernets en pleine nature:
ein verregneter Start, wenig Schnee, oft nicht gespurt, am Schluss pickelhart vereist - eine ziemlich abenteuerliche Skitour mit den Langlaufskis. Ich habe heute mehr Wildschweine als Menschen gesehen; ausser mir ist niemand mit den schmalen Latten unterwegs.
Augenzwinkernder Kommentar der Gastgeberin am Abend: "un peu fou"...
ideale Unterkunft mit feinem Essen bei der sehr gastfreundlichen Laure in der Auberge du Vieux Châteleu. - "Je recommande vivement!" schreibt man dann in den Rezensionen!
Ich bin nicht den originalen Schluss nach Les Prévoux gefahren (die Loipen waren allzu sehr vereist), sondern hinunter nach La Brévine und Le Cachot - Chaux du Milieu und dort wieder aufs Postauto.
Fazit:
"je recommande vivement"!