zuweilen geht es etwas "stürmisch" her und zu in Ermatingen...
zuweilen geht es etwas "stürmisch" her und zu in Ermatingen...

Die Schifflände, die "Stedi"


Grosse Lastensegler, die "Lädinen", konnten in der Flachwasserzone vor Ermatingen das Ufer nicht erreichen; sie mussten mit kleineren Segnern be- und entladen werden, die ihrerseits an kleinen "Stedeli" anlandeten, wie an diesem vor dem Schiff:

So wurde es nötig, einen längeren Landungssteg zu bauen, was 1606 an die Hand genommen wurde - aber mit einem heftigen Streit mit den Triboltingern als Folge, denn die Ermatinger hatten das nötige Eichenholz ohne Rücksprache aus dem gemeinsamen Zwingwald geholt.

die Stedi ca. 1910; Postkarte
die Stedi ca. 1910; Postkarte

In verschiedenen Etappen ab 1905 wurde die Stedi als Damm aufgeschüttet, in Beton gefasst und mit Wellenbrechern geschützt:

Kiesauslad an der Stedi 1919. Foto W. Mittelholzer
Kiesauslad an der Stedi 1919. Foto W. Mittelholzer

Frida Giger und eine Hebamme Brauchli waschen ihre Wäsche an der Stedi
Frida Giger und eine Hebamme Brauchli waschen ihre Wäsche an der Stedi

Foto Hans Herzog
Foto Hans Herzog

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Hans Herzog hat hier die Geschichte der Stedi zusammengefasst
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Die Ermatinger Stedi - Geschichte Hans H
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Die neue Stedi "Fernsicht"


die neue Stedi wurde 2021 eingeweiht; Drohnenfoto B. Lenzin
die neue Stedi wurde 2021 eingeweiht; Drohnenfoto B. Lenzin

Die Stedi, ein Foto-Hotspot


Die neue Stedi mit dem bezeichnenden Namen "Fernsicht" ist nicht nur der neue Stolz der Gemeinde, sondern auch ein beliebter Treffpunkt, insbesondere bei Sonnenauf- oder Untergang.



Der Staadgarten mit der Bogenbrücke, der "Bogi"


(Achtung: Sagen Sie "Staadgarten", nicht "Stadtgarten", sonst verstehen Sie die Staader dann falsch!)

das neue Bett des Dorfbachs
das neue Bett des Dorfbachs
die erste Brücke über diesen Bachlauf
die erste Brücke über diesen Bachlauf


Ursprünglich floss der Dorfbach nach Norden, ungefähr an der Fischräuchi vorbei in den See.

Nach einem Unwetter 1861 verstopfte sich das Bachbett (etwa beim heutigen Wohnhaus Loosli); der Bach suchte sich einen neuen Lauf nach Westen.

Wenn Sie in historischen Dokumenten die Bezeichnung "bei der Bachbrugg" finden, dann bezog sie sich auf die Brücke vor der heutigen Fischräuchi.

etwa 1934
etwa 1934

Das hier sichtbare Grundstück der späteren Villa Moosberger wurde 1934 aufgeschüttet und eine Hafenmauer bis zur Mündung des Dorfbaches gebaut.

aus den Notizen von Hedi Blattner
aus den Notizen von Hedi Blattner

Die Bogenform erhielt die Brücke, damit die Gondeln den dahinterliegenden kleinen Hafen und den "Schlipf" aus teurem Rorschacher Sandstein erreichen konnten.

 

Dieser Hafen ist heute mit Schilf überwachsen.



Sicht zu den Vulkanen im Hegau



Das zweite Spital von Ermatingen


Etwa beim Parkplatz vor dem Kinderspielplatz stand einst das "Spitöli", eine Mischung aus Armenhaus, Herberge, Altersheim und Spital ("Spittel"):